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Opernkreuzfahrt

von Michael Sturm

Aufräumen, packen und wegwerfen. Viele Papiere haben sich angesammelt, Unterlagen und Kopien – alles, was nun keine Verwendung mehr findet und das sowieso schon schwere Gepäck erleichtert, landet in der Tonne neben dem Schreibtisch. Fertig gepackt und untergestellt, dann hinüber in die Moma auf ein kurzes Hallo mit Klimt, Matisse und Duchamp. Es regnet und das Museum ist voller Menschen.

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von Michael Sturm

Frisch und windig ist es zwischen East und Hudson River, etwas Regen ist auch dabei. Ein Hurrikan sei im Anflug, er soll mit diesem Wetter aber vorbotlich nichts zu tun haben. Doch seltsamerweise passt die Stimmung zu „Gustav Mahler in New York“. Irgendwie kühl, grau, a bisserl Spätherbst in der Luft. Und eine große Trommel.

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von Michael Sturm

Die Fahrt mit dem Taxi und hinauf in den 23.Stock, dort wohnt der Doc, die Rezeption ist im Wartezimmer, finanziell gibt es gleich Klarheit, der Besuch wird kosten. Papiere werden ausgefüllt, fünf Unterschriften gegeben, wofür – keine Ahnung, geht zu schnell, man kann mir alles unterjubeln, doch es gibt ja den Doc des Vertrauens und da ist er.

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von Michael Sturm

Es ist wenig zu sagen über diesen Tag. Nicht weil er für die Gäste ereignisarm gewesen wäre, ganz im Gegenteil, wie ich hörte. Doch mich schüttelte ein Fieber von rechts nach links und wieder zurück, sodass an ein Aufstehen nicht zu denken war. Ich hütete das Bett und konnte in den kommenden 24 Stunden erleben, wie sich trockene Decken, Laken und Kissen in nasse Klumpen verwandelten.

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von Michael Sturm

Autohupen aus der Ferne, Polizeisirenen von der nahen Seitenstraße, eine Trillerpfeife vor dem Fenster, ein Presslufthammer von weit her, die Sirene eines Krankenwagens hinter entfernten Häusertürmen, ein Rauschen, ein Flirren, mal grelle, mal sanfte Geräusche, hier ein Hupen, dort ein Fluchen, dazwischen wie als Herzschlag der mittelhohe Signalton einer sich öffnenden Ladefläche eines Kleintra

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von Michael Sturm

wie üblich stehe ich sehr früh auf, diesmal nicht der Arbeit und der Freude am schlafenden Schiff geschuldet, sondern der Neugier auf den Tag: um 4 Uhr der Kaffee, kurz danach der erste Gang an Deck.

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von Michael Sturm

das Schiff behütet seine Seelen im Kosmos des Meeres, eine verloren wirkende Barke im Weltenmeer – es hält Kurs nicht allein durch Captain Wells oder bekannte Meeresströme, sondern durch die Kantilenen eines Cello. Es ist Mendelssohn, warm, Seele, Mensch und Welt. Ich schaue ins Dunkel hinaus, sitze allein bei Kaffee und Weetabix im Kings Court.

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von Michael Sturm

Grau ist die alles bestimmende Grundfarbe ausserhalb des Schiffes, Captain Wells erklärt, warum. Es sei ganz normal in diesem Streckenabschnitt. Trotzdem wünscht er einen „lovely day!“ Hinter der Keltischen See wird’s grau und ziemlich bewegt, der Seegang wird eben ruppiger. Auch das sei normal und nichts besonderes.

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von Michael Sturm

Der heutige Tag, der erste auf hoher See, wir sind im Atlantik angekommen. Cornwall liegt schon weit hinter uns und die irische Küste ist jüngste Vergangenheit. Das Meer hat nun Kraft und Bewegung, unter dem Schiff abgründige Tiefe. Außentemperatur 16 Grad, das Wasser 14 – ich muss es glauben, konnte es nicht testen, zu viel zu tun.

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von Michael Sturm

Nebel liegt über Southampton und über dem Wasser, nur ab und an wagt sich eine Barke oder Fähre aus dem dunstigen Grau. Die Sonne ist schon aktiv, sie glänzt auf dem Rot und Schwarz des Schornsteins unseres Schiffes. Das Schiff scheint wie verlassen, an Deck ist niemand.

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