Die Macht des Schicksals
Giuseppe Verdi
"Ah ... ti precedo ... Alvaro ..."
Leonora ist in den Fremden Alvaro verliebt, ihr Vater, der Marchese Calatrava, aber ist der Überzeugung, dieser Mann sei unwürdig, der Gemahl seiner Tochter zu werden. Eines Nachts wollen Leonora und Alvaro fliehen, doch überrascht sie der Marchese und lässt Alvaro ergreifen. Dieser wirft seine Pistole fort, um sich dem Vater Leonoras unbewaffnet zu stellen, doch löst sich dabei ein Schuss, der den Marchese tödlich trifft. Mit den letzten Atemzügen haucht er ein Fluch gegen Alvaro und Leonora.
Don Carlos, der Sohn des Marchese und Leonoras Bruder, schwört Rache für seinen Vater und nimmt die Spur von Leonora und Alvaro auf. Leonora wird auf der Flucht von ihrem Geliebten getrennt, schlägt sich verkleidet als Mann durch und erhält schließlich Asyl in einem Kloster, nachdem sie ihren Bruder, ebenfalls verkleidet, in einer Gaststätte getroffen hat. Später trifft Don Carlos auch auf Alvaro - beide sind Soldaten im italienisch-spanischen Krieg, verschweigen aber ihre richtigen Namen, so dass sie nicht wissen, wen sie eigentlich vor sich haben. Bei einem Überfall rettet Alvaro Don Carlos das Leben und es wird ein Treuebund auf Tod und Leben beschlossen. Doch bald werden die Masken der beiden fallen ...
Vom instrumentalen Vorspiel an, das den tragischen Verlauf der Geschichte schon erahnen lässt, bis zum großartigen Liebestod in der letzten Szene ist "Die Macht des Schicksals" ein einziges Knäuel der Leidenschaften. Dieses romantische Drama, das von dunklen, schicksalhaften Mächten erzählt, ist aber nicht ohne einen leichten Touch Komik - dafür sorgt schon der lustige Klosterpförtner Fra Melitone.


