Ein Maskenball
Giuseppe Verdi
Ein Thriller vom Feinsten
Boston Ende des 17. Jahrhunderts. Es ist eine Verschwörung, die von Samuel und Tom geplant wird, gegen den Grafen Richard von Warwich im Gange. Dieser liebt heimlich Amelia, die Frau seines Vertrauten René. Dem Gouverneur wird ein Urteil zur Unterzeichnung vorgelegt - die Wahrsagerin Ulrika, die das Volk mit ihren Prophezeiungen in Aufruhr versetzt, soll verbrannt werden. Richard beschließt, die Ulrika zu testen. Verkleidet als Matrose belauscht er zufällig ein Gespräch zwischen der Wahrsagerin und Amelia. Diese bittet Ulrika um ein Mittel, welches sie von verbotener Liebe befreit. Ulrika nennt ihr ein Kraut, das sie um Mitternacht pflücken soll. Später lässt sich auch Richard von Ulrika die Zukunft voraussagen. Zögerlich erzählt sie ihm, dass er bald durch die Hand eines Freundes sterben werde, und zwar des Freundes, welcher ihm als nächster die Hand reicht. Zufällig trifft Richard auf seinen Vertrauten René - der ihm fest die rechte Hand drückt.
Amelia ist auf dem Weg, um das Kraut zu besorgen und wird von Richard verfolgt. Er drängt sie, zu ihrer Liebe zu ihm zu stehen. Die Leidenschaft zwischen den beiden flammt auf. Plötzlich taucht René auf, um Richard vor den Verschwörern ganz in der Nähe zu warnen. Gerade noch rechtzeitig verschleiert Amelie ihr Gesicht vor ihrem Gemahl. Richard flüchtet und verlangt von René den Schwur, den Schleier von der unbekannten Dame nicht zu lüften und sie, ohne mit ihr zu sprechen, zu den Toren der Stadt zu begleiten. Doch die beiden treffen auf die Verschwörer und René greift gegen sie zum Degen. Amelia wirft sich zwischen die Kämpfenden und verliert dabei ihren Schleier. Als René seine Frau erkennt ist er außer sich vor Wut - und schwört Rache ...
"Ein Maskenball", uraufgeführt in Rom 1859, ist wahrlich ein Thriller vom Feinsten. Wenn Sie Spannung und Maskeraden mögen, garniert mit einem Dutzend bezaubernder Melodien, wird diese Oper schnell zu einem ihrer Lieblingsstücke werden.




