Norma
Vincenzo Bellini
Belcanto pur
Wenn eine Oper Inbegriff des Belcanto ist, dann diese! Sowohl das Publikum, als auch die Sänger lieben diese Oper, denn es gilt, die Schönheit der Melodien und Stimmen zu feiern. Die Rolle der Norma zu singen ist wohl der Wunsch jeder Primadonna. Das Faszinierendste an diesem Werk sind wohl die himmlischen Arien - besonders die berühmte Cavatina "Casta Diva". Aber Bellinis "Norma" hat auch viel Aktion: es mangelt nicht an dramatischen Szenen und scharfen Rhythmen.
Schauplatz ist das von Römern besetzte Gallien nach Christi Geburt. Obwohl sie zur Keuschheit verpflichtet ist, hat die Druidenpriesterin Norma mit dem römischen Statthalter Pollione eine heimliche Beziehung und sogar zwei Kinder von ihm. Doch Pollione gesteht seinem Freund Flavio, dass er nicht mehr Norma, sondern die junge Druidenpriesterin Adalgisa liebe und dass er fürchte, Norma könnte sich rächen. Er habe nämlich geträumt, dass Norma ihre beiden Kinder ermordet. Pollione bittet Adalgisa, mit ihm nach Rom zu reisen und sie stimmt zu, muss aber zuvor noch die Hauptpriesterin Norma um die Lösung ihres Keuschheitsgelübtes bitten. Hier erfahren die beiden Frauen, dass sie beide eine heimliche Beziehung mit Pollione haben. Norma schwört Rache und will neben Pollione auch ihre beiden Kinder töten - doch die Mutterliebe siegt. Währenddessen wendet sich auch Adalgisa von Pollione ab und versucht ihn zu bewegen, zu Norma zurückzukehren. Doch Pollione weigert sich ...


