Otello
Giuseppe Verdi
Wie ein reifer Wein!
Wer kennt nicht den teuflischen Jago, den wahren Herrn seines Herren Otello? Er ist eifersüchtig, weil Otello nach dem Sieg über die Türken Cassio, und nicht ihn, zum Hauptmann befördert hat. Während Cassio Dienst schiebt, verführt Jago ihn zu beträchtlichen Mengen Wein und als Otello hinzukommt, ist Cassio besoffen und verliert seinen Posten. Jago rät dem verzweifelten Unglücksraben, sich an Desdemona, Otellos Frau zu wenden. Vielleicht könne sie bei Otello ein gutes Wort für ihn einlegen. Währenddessen berichtet Jago Otello von Gerüchten, seine Frau würde mit Cassio fremd gehen. Anfangs glaubt Otello nicht daran, doch als Desdemona ihn tatsächlich bittet, etwas für Cassio zu tun, entbrennt in ihm die Eifersucht. Er wendet sich an Jago, in dem er einen treuen Freund glaubt und dieser verspricht ihm, den Beweis für die Untreue Desdemonas zu erbringen. Mittlerweile hat Jago ein Tuch Desdemonas organisiert, das Otello ihr einst schenkte. Dieses Tuch hätte Cassio von Desdemona als Geschenk erhalten, behauptet Jago. Nun ist Otello völlig außer sich und schwört Rache. Eines Nachts schleicht er sich in die Gemächer seiner Gemahlin ...
Beide späten Opern Verdis, "Otello" und "Falstaff", sind sowohl dramatisch wie musikalisch äußerst raffiniert. Das Orchester spielt in ihnen eine weitaus größere Rolle als in seinen früheren Opern. Es ist eher ein Kammerspiel, als ein monumentales Stück, "Otello" ist ein Werk der feinsten Nuancen, ein Werk des alten Meisters. Ein Werk, wie ein reifer Wein...




