Simon Boccanegra
Giuseppe Verdi
"Il lacerato spirito ..."
Die Handlung spielt im 14. Jahrhundert in Genua. Die beiden mächtigen Plebejer Paolo und Pietro möchten die Macht der Patrizier brechen, indem sie für das Amt des Dogen einen bürgerlichen Kandidaten nominieren. Die Wahl fällt auf den tapferen Simon Boccanegra, der einst die ligurischen Meere von den Piraten befreite. Etwas zögerlich willigt Boccanegra ein, denn er verspricht sich, als Doge endlich um die Hand der Geliebten Maria, der Tochter des Patriziers Jacopo Fiesco mit der er eine Tochter hat, anhalten zu dürfen. Dieser erachtet Boccanegra seiner Tochter unwürdig und hält Maria in seinem Palast gefangen. Maria stirbt und Fiesco verflucht ihren Verführer. Als sich die beiden treffen, verlangt Fiesco, Marias Tod verschweigend, Boccanegra solle ihm das Kind übergeben, wenn er will, dass Frieden zwischen beiden herrsche. Das Kind aber ist verschollen und Fiesco unversöhnlich. Als Boccanegra den Tod seiner Geliebten entdeckt, schwört er Vergeltung. Am nächsten morgen feiert die Menge den neuen Dogen Simon Boccanegra.
Inzwischen sind 25 Jahre vergangen und es ist viel passiert. Fiesco ist vertrieben und lebt als Andrea als Vormund von Amelia, die in Wirklichkeit die Tochter Boccanegras ist, im Palast der Grimaldi. Amelia möchte ihren Geliebten Gabriele Adorno heiraten. Doch auch Paolo ist in Amelia verliebt - und Boccanegra hat ihm ihre Hand versprochen. Als er sie aber fragt, ob sie Paolo heiraten möchte, entdeckt er durch ein Amulett Amelias, dass sie seine Tochter ist. Sie beichtet ihm, dass sie in Gabriele verliebt ist. Boccanegra berichtet Paolo, dass jegliche Hoffnung auf Amelia vergebens ist. Paolo ist voller Zorn gegen den Mann, den er einst an die Macht gebracht hat - er will sich rächen...
Nicht wenige Opern Verdis sind bei der Uraufführung beim Publikum durchgefallen - so auch "Simone Boccanegra" im Jahre 1857. Schuld waren wohl die revolutionären Gestaltungsmittel und die komplizierte Handlung. Erst in einer überarbeiteten Fassung erreichte das Werk in der Mailänder Scala 1881 den Durchbruch! Unvergesslich sind die Szenen, die vom Meer handeln: hier bebt die Musik wie Meereswellen und man glaubt sogar den Meereswind zu spüren.








