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Meistersinger in Polen

von Michael Sturm

Die Souffleuse ist Sängerin im Chor des Theaters und offenbar eine große Freundin des Komponisten der Meistersinger, kam sie doch vor wenigen Tagen mit einer großen weissen Schachtel mit schwarzem Scherenschnitt-Kopf auf dem geschlossen Deckel zur Probe. Sie öffnete die Wunderbox und darin enthalten als Nürnberger Lebkuchen verkleidet der Kopf des Meisters in vielerlei Anzahl.

von Michael Sturm

In Poznan endet die Weihnachtszeit sichtbar später als bei uns. Erst gestern verschwanden die letzten Reste der weihnachtlichen Beleuchtung vom Rynek, der Seele Poznans, dem Markt mit dem imposanten Rathaus inmitten.

von Michael Sturm

Der erste Probentag ist rum. Er begann mit der Einführung für Chor und Solisten. Es war Streifzug durch die deutsch-polnische Geschichte im Spiegel Wagner und seiner Nürnberg-Utopie. Was bleibt am Ende übrig? Die Welt durch Kunst zu erlösen, Wagner kann nicht anders in seinem Bekehrungswahn. Der Weg der Mythologisierung schreitet voran.

von Michael Sturm

Sie rücken näher, die Meistersinger in Polen. In Danzig hat es sie gegeben und auch im alten Breslau. Gemeint die sind die Zünfte mit ihrer bürgerlichen Gesangskultur, doch lang ist das her und es endete bevor Richard Wagner zur Feder griff um daraus eine komische Oper zu machen.

von Michael Sturm
von Michael Sturm

Ein langer Weg nähert sich behutsam einem Finale, das in der Wagnerschen "Un-Tonart" C-Dur steht und die Meister durchaus nicht verachten läßt. Denn erstmals seit dem 2. Weltkrieg und überhaupt nach insgesamt mehr als 80 Jahren finden Wagners Meistersinger von Nürnberg ihren Weg auf eine Opernbühne in Polen.