Blog

Der PALCO REALE-Reiseblog

Michael Sturm bloggt für PALCO REALE

der Blog ist ein Tagebuch, ein Journal der Erinnerungen und Gedanken über das Reisen, über Musik und Oper, über das Leben. Das Leben heißt für mich "unterwegs zu sein", zu neuen Bühnen und neuen Werken, zu Orten, die inspirieren, mich anregen und zur Kreativität kitzeln. Sei es ein Konzert im grandiosen modernen Konzertgebäude von Kattowitz mit seiner erlesenen Akustik, die glanzvolle Entdeckung eines verschollenen Opernschatzes oder einfach "nur" der verzaubernde Klang einer Stimme - ich lade Sie herzlich ein dabei zu sein, mitzulesen aber auch mitzuschreiben, mitzufiebern und mitzureisen, hier virtuell im Netz oder draußen vor der Tür und ganz real auf einer tatsächlichen PALCO REALE - Reise, die ich als Regisseur und Lektor selbst begleite. Ich freue mich auf Sie, kommen Sie mit!
Ihr Michael Sturm

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Der PALCO REALE-Reiseblog

Michael Sturm bloggt für PALCO REALE

der Blog ist ein Tagebuch, ein Journal der Erinnerungen und Gedanken über das Reisen, über Musik und Oper, über das Leben. Das Leben heißt für mich "unterwegs zu sein", zu neuen Bühnen und neuen Werken, zu Orten, die inspirieren, mich anregen und zur Kreativität kitzeln. Sei es ein Konzert im grandiosen modernen Konzertgebäude von Kattowitz mit seiner erlesenen Akustik, die glanzvolle Entdeckung eines verschollenen Opernschatzes oder einfach "nur" der verzaubernde Klang einer Stimme - ich lade Sie herzlich ein dabei zu sein, mitzulesen aber auch mitzuschreiben, mitzufiebern und mitzureisen, hier virtuell im Netz oder draußen vor der Tür und ganz real auf einer tatsächlichen PALCO REALE - Reise, die ich als Regisseur und Lektor selbst begleite. Ich freue mich auf Sie, kommen Sie mit!
Ihr Michael Sturm
von Michael Sturm

Es ist wenig zu sagen über diesen Tag. Nicht weil er für die Gäste ereignisarm gewesen wäre, ganz im Gegenteil, wie ich hörte. Doch mich schüttelte ein Fieber von rechts nach links und wieder zurück, sodass an ein Aufstehen nicht zu denken war. Ich hütete das Bett und konnte in den kommenden 24 Stunden erleben, wie sich trockene Decken, Laken und Kissen in nasse Klumpen verwandelten.

Kategorien: Opernkreuzfahrt
von Michael Sturm

Autohupen aus der Ferne, Polizeisirenen von der nahen Seitenstraße, eine Trillerpfeife vor dem Fenster, ein Presslufthammer von weit her, die Sirene eines Krankenwagens hinter entfernten Häusertürmen, ein Rauschen, ein Flirren, mal grelle, mal sanfte Geräusche, hier ein Hupen, dort ein Fluchen, dazwischen wie als Herzschlag der mittelhohe Signalton einer sich öffnenden Ladefläche eines Kleintra

Kategorien: Opernkreuzfahrt
von Michael Sturm

wie üblich stehe ich sehr früh auf, diesmal nicht der Arbeit und der Freude am schlafenden Schiff geschuldet, sondern der Neugier auf den Tag: um 4 Uhr der Kaffee, kurz danach der erste Gang an Deck.

Kategorien: Opernkreuzfahrt
von Michael Sturm

Der Kaffee am frühen Morgen im schlafenden Schiff ist wieder eine Wohltat. Mich beschleichen jedoch schon sentimentale Gefühlsmomente, schliesslich ist heute der letzte Tag an Bord mit den finalen Vorstellungen 13 und 14. Die Vorfreude ist groß, die Anspannung auch, leichte Nervosität lässt sich nicht leugnen, doch über allem stehen Gewissheit und Vertrauen.

von Michael Sturm

das Schiff behütet seine Seelen im Kosmos des Meeres, eine verloren wirkende Barke im Weltenmeer – es hält Kurs nicht allein durch Captain Wells oder bekannte Meeresströme, sondern durch die Kantilenen eines Cello. Es ist Mendelssohn, warm, Seele, Mensch und Welt. Ich schaue ins Dunkel hinaus, sitze allein bei Kaffee und Weetabix im Kings Court.

Kategorien: Opernkreuzfahrt
von Michael Sturm

Es ist wieder sehr früh am Morgen, das Schiff schläft, es gleitet dahin, kaum ein spürbares Rekeln von Bug nach Heck, von Steuerbord nach Backbord, so als wolle das Meer unser Schiff sanft auf Händen tragen. Es sind 4 Stunden, die uns trennen von Europa, morgen werden es schon 5 sein.

von Michael Sturm

die Sonne lacht, die Brise ist nicht ganz so heftig, wie vorher angekündigt, und doch hebt und senkt sich das Schiff von Bug nach Heck wie in ruhiger aber tiefer Atmung – körperlich spürbar. Wenn man inmitten des Schiffes steht, bemerkt man allerdings kaum etwas davon, vorne im Theater dafür umso mehr.

von Michael Sturm

Grau ist die alles bestimmende Grundfarbe ausserhalb des Schiffes, Captain Wells erklärt, warum. Es sei ganz normal in diesem Streckenabschnitt. Trotzdem wünscht er einen „lovely day!“ Hinter der Keltischen See wird’s grau und ziemlich bewegt, der Seegang wird eben ruppiger. Auch das sei normal und nichts besonderes.

Kategorien: Opernkreuzfahrt
von Michael Sturm

Der heutige Tag, der erste auf hoher See, wir sind im Atlantik angekommen. Cornwall liegt schon weit hinter uns und die irische Küste ist jüngste Vergangenheit. Das Meer hat nun Kraft und Bewegung, unter dem Schiff abgründige Tiefe. Außentemperatur 16 Grad, das Wasser 14 – ich muss es glauben, konnte es nicht testen, zu viel zu tun.

Kategorien: Opernkreuzfahrt
von Michael Sturm

Nebel liegt über Southampton und über dem Wasser, nur ab und an wagt sich eine Barke oder Fähre aus dem dunstigen Grau. Die Sonne ist schon aktiv, sie glänzt auf dem Rot und Schwarz des Schornsteins unseres Schiffes. Das Schiff scheint wie verlassen, an Deck ist niemand.

Kategorien: Opernkreuzfahrt